Herren erkämpfen sich im Abstiegskampf weiteren Punkt

Für Spielertrainer Florian Winke galt der Spieltag in Schwenningen vo vornerein als „Kür“. Gegen die weit vorne stehenden Gastgeber und den Tabellenführer aus Konstanz war die Ausgangslage klar. Aber wenn es etwas mitzunehmen geben sollte, wollte man auch nicht nein sagen.

Gmünd wollte ruhig aus einer sicheren Abwehr starten, was aber nur bedingt gelang. Die Schwenninger agierten giftig in vorderster Reihe und zwangen die Normannen sehr oft zu Fehlern. So fiel nach wenigen Minuten das 0:1. Die Normannen setzten ihr Kurzpassspiel weiter fort. Florian Winke schlenzte den Ball vom linken Schusskreisrand zum Ausgleich ins lange Eck. Gmünd machte das Spiel, hatte die bessere Spielanlage, doch Schwenningen wirkte abgeklärter und machte durch einen Konter das 1:2. Kurz vor der Pause konnte Vinzenz Mangold den erneuten Rückstand jedoch egalisieren.

Starke Aufholjagd wird belohnt

Den Start in die zweite Halbzeit verschliefen die Normannen komplett. Nicht immer fair, aber schnell, clever und effizient nutzen die Gastgeber eiskalt ihre Chancen und zogen binnen sieben Minuten auf 2:5 davon. Die Normannen blieben dennoch ruhig, liefen nun besser die Räume an und hatten Erfolg: Damiano Pennica lief mustergültig die Hundekurve, passten den 90° Ball in die Mitte, wo Florian Winke einschob. Kurz darauf konnte ein Schwenninger nur mit dem Körper auf der Linie retten, den fälligen Siebenmeter setzte Florian Winke in die Maschen. Drei Tore in einem Spiel hatte er seit fünf Jahren nicht geschossen. Gmünd blieb am Drücker, Schwenningen verlegte sich total auf‘s Kontern. Zwei Minuten vor dem Ende arzielte Daniel Waibel schließlich den befreienden Ausgleich. Mit dem Rücken zum Tor stehend, wurde mittig im Kreis angespielt, zog den Ball auf die Rückhand und schlenzte halbhoch ins linke Eck. Da Schwenningen keine Antwort mehr fand, übertriefen die Normannen die Vorgabe ihres Trainers gleich im ersten Spiel.

Konstanz war der noch größere Brocken. Technisch überlegen, mit guter Zuordnung brannte beim Gegner vom Bodensee in der Abwehr kaum etwas an. Die Normannen hielten gut dagegen, konnten aber auch nicht verhindern, dass immer wieder Schüsse auf das eigene Tor kamen oder kurze Ecken verursacht wurden. Ein glänzendes zweites Spiel machte der Gmünder Torwart Schäffauer, der im Verbund mit der Abwehr Chance um Chance vereitelte. Nach mehreren geblockten Schüssen, zwei beherzt parrierten kurzen Ecken und Nachschüssen sowie einem gehaltenen Siebenmeter, stand es 0:0 zur Pause. Danach leckten die Normannen Blut und kamen immer besser ins Spiel. Konsequenter setzte man den Tabellenführer nun unter Druck und provozierten durch einen leichten Fehler eine überflüssige kurze Ecke.Nach zwei vergeblichen Versuchen im ersten Spiel, jagte der junge Bongers die Kugel zum 0:1 ins rechte Tordreieck.

Leere Hände nach großem Kampf

Noch zehn Minuten. Die um den Aufstieg spielenden Konstanzer erhöhte die Schlagzahl enorm. Eine Niederlage gegen den Vorletzten Gmünd war sicher nicht einkalkuliert. Angriff auf Angriff folgte, Gmünd hatte die Chance, bei einem Konter zu erhöhen, doch Florian Waibel verzog knapp. Nachdem dann Verteidiger Pascal Schünemann den Ball, laut Schiedsrichter regelwidrig, von der eigenen Torlinie kratzte, gab es wieder Siebenmeter. Doch der Torwart hielt seine Mannschaft im Spiel. Noch fünf Minuten und wieder eine kurze Ecke, die vierte gegen die Normannen. Und dieses Mal war der Keeper machtlos, Ausgleich. Konstanz wollte den Sieg und riskierte alles, tauschte den Torwart gegen einen sechsten Feldspieler mit Torwartrechten. Der Konstanzer Linksaußen brach in der vorletzten Spielminute durch und passte quer in die Mitte. Im Fallen schoss der Mittelstürmer den Ball ins rechte Eck. Der Gmünder Keeper war im Hechten noch dran, aber zu spät. Kurz vor der Schlusssirene wurde den Normannen nochmals eine kurze Ecke zugesprochen, die jedoch fahrlässig vergeben wurde.

Hauchdünn schrammten unsere Herren so an einer Sensation vorbei, schließlich spielt Konstanz in der Feldsaison in der Oberliga. Aber die Normannen sind endgültig in der 2.Verbandsliga angekommen, es fehlt nur noch etwas Cleverness. Am 10. Februar wird sich zeigen, ob die Herren beim Heimspiektag in Straßdorf die Klasse halten können. Der HC Suebia Aalen steht weiter zwei Punkte hinter den Gmündern, auf diesem Polster darf man sich nicht ausruhen. Noch drei Punkte, dann muss der Klassenerhalt geschafft sein.

Es spielten: Marcellinus Schäffauer, Philip Körger, Jakob Hebart, Pascal Schünemann, Vinzenz Mangold, Daniel Waibel, Florian Waibel, Florian Winke, Damiano Pennica, Björn Bongers, Nico Bongers
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