Normannia Herren zeigen zwei Gesichter

Völlig von der Rolle präsentierten sich unsere Herren im ersten und wichtigeren Spiel gegen den HC Tübingen. Dabei sah es am Anfang gar nicht so schlecht aus. Bei einem Match auf Augenhöhe erspielten sich die Gmünder in der ersten Hälfte sogar drei Kurze Ecken, die aber allesamt mehr oder weniger kläglich vergeben wurden. Das Aufbauspiel war viel zu hektisch, selbst eine 3-gegen-1-Situation konnte nicht genutzt werden, das Passspiel war zu ungenau, viele einfache Fehler im Aufbauspiel kamen dazu. Tübingen machte es kaum besser, so ging es mit 0:0 in die Pause.

Danach lief bei den Normannen gar nichts mehr zusammen, während sich die Tübinger steigern konnten. Mit zwei schönen Angriffen zogen diese auf 0:2 davon. Den Normannen fiel weiter wenig ein, alles war zu statisch, Bälle versprangen en masse. Das 0:3 durch eine Kurze Ecke war der Genickbruch, Torwart Johannes Nitsche war noch dran, konnte aber nur noch abfälschen. Die Gmünder rannten weiter an, doch sie liefen ins offene Messer. Es war zu sehen, dass in diesem Spiel nichts mehr laufen würde. Es kam noch schlimmer, bei zwei Kontern schlugen zwei weitere Bälle im Gmünder Tor ein. 0:5, das war ein herber Dämpfer im Kampf gegen den Abstieg, völlig unerklärlich nach dem starken Auftritt vor zwei Wochen in Schwenningen.

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Daniel Waibel und Fabian Hiegler bei einer kurzen Ecke.
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Vinzenz Mangold im Spielaufbau.
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Johannes Nitsche hielt alle versuche des HC Gernsbach.

Der letzte Strohhalm war nun das Spiel gegen den HC Gernsbach, der ein 3:3 gegen den Meister TSV Mannheim IV erkämpfte und weiter voll im Aufstiegsrennen war. Mit einem Sieg gegen Gmünd wäre der Aufstieg für die Badener als Zweiter perfekt gewesen. Die Normannen starteten wie verwandelt in die Partie, Spielertrainer Florian Winke hatte in der Spielpause die passenden Worte gefunden. Gernsbach hatte zwar die erste Torchance, doch danach spielten die Hausherren groß auf. Die Abwehr ließ selten etwas anbrennen, der Ball lief flüssig durch die Reihen, es boten sich einige Chancen. In der 7. Minute verwandelte Florian Waibel eine Kurze Ecke mit einem hoch abgeprallten Schlenzer. Fünf Minuten später konnte ein Gernsbacher auf der Linie nur mit dem Fuß retten. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Florian Winke halbhoch am rechten Pfosten zum 2:0.

Es ist unglaublich, dass wir heute zwei so unterschiedliche Gesichter gezeigt haben. Das Spiel gegen den HC Tübingen war sicherlich eines unserer schlechtesten seit Jahren! – Florian Winke, Spielertrainer

Gernsbach wurde regelrecht platt gelaufen. Die Badener hatten keinen Auswechselspieler mitgebracht da nutzte auch die individuelle Klasse nichts mehr. Die Normannen konterten geschickt, ein Querpass von Jakob Hebarts durch den Schusskreis fand den am langen Pfosten stehenden Björn Bongers, der mühelos zum dritten Gmünder Tor einschob. Glück hatten die Normannen, dass die Schiedsrichter bei einer Ballabwehr auf der Linie nur auf Kurze Ecke und nicht auf Siebenmeter entschieden. Der glänzend aufgelegte Torhüter Johannes Nitsche wehrte alle Schussversuche ab, entschied auch brenzligste Situationen für sich. Obwohl die Badener nie aufteckten, setzte kurz darauf erneut Florian Winke den Schlusspunkt. Eine auf den kurzen Pfosten abgelegte Kurze Ecke schob er am schon geschlagenen Torwart vorbei ein – danach war Schluss!

Unfassbar, wie man an einem Tag solch zwei unterschiedliche Leistungen zeigen kann. Es wurde leider das falsche Spiel gewonnen. Der HC Ludwigsburg III gewann sein Spiel gegen Tübingen, so dass die Normannia auf dem vorletzten Platz verbleibt. Ob dies nun ein kurzer einjähriger Ausflug in die zweite Verbandsliga war, ist immer noch nicht klar, dies muss der Verband mit seinen komplizierten Aufstiegs- und Abstiegsregeln klären.

Es spielten: Johannes Nitsche – Philip Körger, Jakob Hebart, Pascal Schünemann, Vinzenz Mangold, Fabian Hiegler, Daniel Waibel, Florian Waibel, Florian Winke, Damiano Pennica, Björn Bongers
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